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Arbeitsmarkt in Deutschland

Die Zeiten der Vollbeschäftigung auf dem Arbeitsmarkt Deutschland sind längst Vergangenheit. Insbesondere der Abbau von manuell orientierten Tätigkeiten hat in den letzten Jahrzehnten drastisch zugenommen, und macht die einst so breit aufgestellte Arbeiterklasse zu einer verschwindend dünnen Schicht. Die klassische Erwerbsbiografie der Nachkriegsgeneration wird durch diese Entwicklung ebenfalls zu einem Auslaufmodell. Nach dem Erwerb des Bildungsabschlusses für einen Arbeitgeber bis zum Rentenalter zu arbeiten, ist nicht mehr vorstellbar.

Flexibilität, Fortbildungsbereitschaft und kontinuierliches Anpassungsvermögen sind auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland wichtiger denn je.

War es für die Nachkriegsgeneration durchaus möglich auch mit einem Hauptschulabschluss einen gut bezahlten Job finden, ist es gegenwärtig selbst für Akademiker eine Herausforderung überhaupt einen Beruf zu finden, der zum täglichen Auskommen reicht. Praktika und Volontariat heißen häufig die ersten schlecht bezahlten Erwerbsstationen nach dem absolvierten Studium. Sollte dies ein Grund zur Sorge sein? Nicht unbedingt. Gleichzeitig ist der Arbeitsmarkt in Deutschland für kreative, leistungswillige und aufstiegsorientierte Menschen durchlässiger geworden. Musste in der Vergangenheit häufig noch der berufliche Status der Eltern in den Lebenslauf geschrieben werden, um den richtigen „Stallgeruch“ nachzuweisen, so zählen heutzutage in erster Linie die persönlichen Fähigkeiten. Doch diese alleine reichen nicht aus. Genauso wichtig ist es Marketing in eigener Sache zu treiben. Zielstrebige Netzwerker und wohl dosierte Selbstdarsteller sind häufiger erfolgreich als die stillen Könner.

Vor allem im kreativen Bereich ist es wichtig die eigenen Fähigkeiten konsequent unter Beweis zu stellen. Die Mitgliedschaft in Online-Communities wie Xing, eine eigene Webseite und eine nachhaltige Pflege der beruflichen Kontakte sind Schlüsselfaktoren im Arbeitsmarkt der Zukunft, in der jeder Teilnehmer immer mehr Arbeitskraft-Unternehmer wird, statt sicher bezahlter Angestellter. Eigenverantwortung und Initiative sind gefragt, um sich in diesem Markt zu behaupten. Denn sicher bezahlte Vollzeitstellen gibt es immer weniger. Vor allem im Dienstleistungsbereich werden Arbeitsformen wie freie Mitarbeit, Provisionsmodelle und befristete Tätigkeiten angeboten. Sicher ist nur das es Unsicherer wird. Für die einen mag es beängstigend klingen, andere hingegen freuen sich über die Freiheit und Abwechslung, die diese Arbeitsmarktentwicklung mit sich bringt.

Wer sich nicht mit dem Getümmel auf dem Arbeitsmarkt auseinandersetzen möchte, für den bietet sich als Alternative die Selbstständigkeit. Mit einem eigenen Unternehmen ist man unabhängig und sein eigener Chef. Spezielle Existenzgründer Seminare gibt es hierfür zu Hauf. Natürlich setzt das Gelingen des Unternehmens eine solide Grundidee voraus. Wer jedoch mit gesundem Ehrgeiz gesegnet ist und bereit ist für die Existenzgründung hart zu arbeiten, der wird in den meisten Fällen auch Erfolge erzielen.

Um wieder am Arbeitsmarkt teilnehmen zu können, bleibt nichts anderes übrig als intensiv nach einem Job zu suchen. Hierbei sollte man sich nicht nur auf das örtliche Arbeitsamt verlassen. Im Internet kann auch ein kostenloser Stellenanzeigenmarkt genutzt werden um Arbeitsstellen ausfindig zu machen. Des weiteren können auch initiativ Bewerbungen in manchen Fällen erfolgreich sein.

Zwar sah die Arbeitsmarktsituation in Deutschland noch vor nicht allzu langer Zeit nicht wirklich rosig aus, jedoch hat sich dieser Zustand in den vergangenen Monaten doch in vielen Bereichen zum Positiven verändert. Bleibt zu hoffen, dass dieser Trend auch weiterhin bestehen bleibt, und dass sich auch noch in Zukunft derartig viele offene Stellen - auch im Ausland (Infos dazu unter http://www.planova.ch ) finden lassen. Generell sind bei der Jobsuche aber nach wie vor viel Geduld, Durchhaltevermögen und Selbstvertrauen gefragt. Denn so unterschiedlich die Ansprüche der Personalchefs sind, so groß ist bekanntlich auch die Zahl der Bewerber....