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Arbeitssuche in Deutschland

Die Arbeitssuche in Deutschland wird sich durch die noch nicht in vollem Umfang absehbaren Folgen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise in den kommenden Jahren sicher noch schwerer gestalten, als dies bisher der Fall war.

Allen industrialisierten Ländern ist gemein, dass durch die Globalisierung und den weltweit freien und rasanten Warenaustausch gering qualifizierte Arbeiten in das zumeist asiatische oder osteuropäische Ausland verlagert worden sind. China als die Billigwerkstatt der Welt wird in den nächsten Jahrzehnten allenfalls durch Indien ersetzt werden können; eine Rückkehr dieser Arbeitsplätze nach Deutschland ist so gut wie nicht vorstellbar.

Die Arbeitssuche in Deutschland ist daher immer mehr mit Maßnahmen zur Qualifikation verbunden.

Zur Arbeitssuche gibt es von Seiten der Regierung eine Reihe unterstützender Maßnahmen. Hier sind in erster Linie die Arbeitsagenturen zu nennen: Im Zuge der Reformen am Arbeitsmarkt, die von der Schröder-Regierung angeregt wurden, haben sich die früheren Arbeitsämter von schieren Verwaltern zu Dienstleistern entwickelt, die den Arbeitssuchenden in vieler Hinsicht zur Seite stehen.

Die Agenturen bewilligen darüber hinaus meist unbürokratisch Maßnahmen für die Arbeitssuchenden, die dazu angetan sind, Qualifikationen für den Arbeitsmarkt zu erwerben. Hinzu kommen großzügige Fördermittel für Menschen, die den Weg in die Selbstständigkeit wählen möchten.

Die Arbeitssuche in Deutschland ist wie in allen anderen Staaten der EU zunächst geprägt von einem Überangebot an Arbeitskräften geringer Qualifikation. Die hohe Quote von Schulabbrechern mit Migrationshintergrund sorgt für eine Heerschar von Arbeitssuchenden, die häufig noch nicht einmal die Landessprache beherrschen und daher schwer bis nicht vermittelbar sind.

Auch die Einführung der Ein-Euro-Jobs hat hier keine Linderung erbracht, da die Unternehmen nicht gewillt sind, die billigen Arbeitskräfte zu einem vernünftigen Lohn zu beschäftigen.

Die nach wie vor hohe Zahl an Arbeitslosen wird sich nach der bevorstehenden Bundestagswahl ohne Zweifel drastisch erhöhen. Die Arbeitssuche in Deutschland wird daher schwieriger und wird auch die Bereitschaft erfordern, den Wohnort zu wechseln, da es Regionen gibt, in denen es faktisch keine Arbeit mehr gibt.

Die Diskrepanz zwischen dem Mangel an hochqualifizierten Menschen etwa im Bereich der IT-Technik und dem Überangebot an Menschen, die keine Qualifikation aufweisen, wird hier noch deutlicher werden.

Die Arbeitssuche in Deutschland geht über das Internet oder die Tageszeitung. Um eine Arbeitsstelle zu bekommen muss man heute sehr flexibel sein. Auch einen Umzug sollte man in Betracht ziehen. Anderseits als einfacher schlechtbezahlter Dienstleister findet sich immer ein Job. Man kann sich auch etwas Außergewöhnliches suchen und z. b. bei einer Detektei nach einem Detektiv Job anfragen. Das wäre mal ein besonderer Beruf. Aber vorher sollte man sich auch hier genau über Arbeitsinhalte informieren. Und vor allem über Voraussetzungen.

Auch wenn man sich vom Pech verfolgt fühlt und bei der Arbeitssuche längere Zeit scheitert, so brauch man sich zumindest keine Sorgen über die Ernährung und einer eigenen Wohnung machen. Durch den Staat geschützt erhält bis zu einem Jahr zur Unterstützung Arbeitslosengeld. Jedoch sollte dies nicht ausgenutzt und die Arbeitssuche nicht vernachlässigt werden. Schließlich sinkt durch die Arbeitslosigkeit nicht nur der gesellschaftliche Status, sondern auch will man schließlich vermeiden in das Harz4 System aufgenommen zu werden.